Sicherlich hast du den Begriff «Karmin» bereits einmal gehört. Seine Verwendung geht auf die Zeit zurück als die Europäer im 15. Jahrhundert Amerika besuchten und die Azteken sie mit dem Cochenille-Extrakt bekannt machten. Der aus den Cochenillen-Schildläusen extrahierte rote Farbstoff wurde damals für die Einfärbung von Stoffen verwendet. Aus dieser ersten Anwendung im Textilbereich heraus entwickelten sich u.a. der Lebensmittelfarbstoff E120 Karmin, welcher weltweite Bekanntheit erreichte.

Herstellung von Karmin

Bei der Produktion von E120 Karmin werden die Cochenillenläuse aus den Kakteen gezogen und dann durch Eintauchen in heisses Wasser oder durch Einwirkung von Sonnenlicht, Dampf oder Hitze abgetötet. Anschließend werden sie in der Sonne getrocknet, zerkleinert und in eine saure Lösung getaucht, um Karminsäure zu erzeugen, die sich schließlich in Karmin verwandelt. Bei diesem Verfahren werden tausende von Insekten benötigt, um ein Kilogramm des Farbstoffes herzustellen.

Verwendung & Herausforderungen Karmin

Obschon die Herkunft von Karmin umstritten ist, wird der Farbstoff Karmin aufgrund der ausgezeichneten Farb-, Licht-, Hitze- und Lichtstabilität weiterhin in Produkten aller Art eingesetzt. Der Einsatz von E120 Karmin ist mit einigen Herausforderungen verbunden. Die erste Challenge hast du sicherlich bereits erraten, denn Veganer und Vegetarier sind gegen die Schädigung bzw. den Verzehr von Tieren und damit gegen die Verwendung von Karmin. Des Weiteren hat die Vergangenheit gezeigt, dass es eine Vielzahl an Personen gibt, welche allergisch auf Karmin reagieren.

Synthetische Alternativprodukte

Angesichts der oben erwähnten Herausforderungen hat sich die Farbindustrie nach Alternativen umgeschaut und bietet nun eine Vielzahl an synthetischen Farbstoffen an. Diverse Qualitäten mit verschiedenen Schattierungen ergeben perfekte Farbtöne, je nach kundenspezifischer Anforderung. Die Vorbehalte der Konsumenten gegenüber Zusatzstoffen hat den Fortschritt weiter vorangetrieben und natürliche Ersatzprodukte für Karmin wurden entwickelt.

Natürliche Ersatzprodukte

Pflanzliche Alternativprodukte aus natürlichem Ursprung überzeugen ALLE. Die rotgebende Farbe stammt aus verschiedenen Frucht- bzw. Gemüsesorten. Die gängigsten Möglichkeiten stellen wir nachfolgend gerne vor:

Rote Beete

Die verschiedenen Qualitäten aus der roten Beete, welche von einer tiefen, himbeerähnlichen Farbe mit blauen Noten bis hin zu einem leuchtenden Erdbeerrot reichen, überzeugen durch z.B. die hohe Hitzebeständigkeit oder die gute Wasserlöslichkeit.

Anthocyane

Eine weitere pflanzliche Alternative sind Anthocyane. Dabei handelt es sich um blaue, rote oder violette Pigmente, die natürlicherweise in Pflanzen vorkommen, insbesondere in Früchten, Blüten und Knollen. Zu ihnen gehören schwarz-violette Karotten, Rotkohl, Holunder, Traubenschalen und viele andere. Die hochfunktionalen Qualitäten unseres Herstellpartners ROHA helfen dabei Hindernisse wie z.B. pH-Beschränkungen oder Erhitzung zu überwinden.

Rote Farbgebung

Das breite Portfolio unseres Herstellpartners ROHA (www.roha.com) an roten Food Colors zeigen diverse Lösungen aus dem synthetischen Bereich (IDACOL) und den natürlichen Ursprüngen (NATRACOL und FUTURALS) auf. Dabei sind die Lösungen aus der FUTURALS Reihe besonders hervorzuheben, denn diese Qualitäten sind nicht nur pflanzlichen Ursprungs, sondern erfüllen auch die Anforderungen in Bezug auf Clean-Labelling.

Fazit

Die rote Revolution ist im Gange und dem Farbstoff Karmin aus den Cochenillen-Schildläusen wird es nun endgültig an den Kragen gehen. Wir unterstützen dich dabei für deinen spezifischen Anwendungsbereich passende Alternativprodukte zu finden.

Um dir ein Bild über die Möglichkeiten in Bezug auf rote Farbgebung zu verschaffen, stehen dir die Broschüren FUTURALS, NATRACOL und IDACOL zum Download zur Verfügung.

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